Das’ ma’ Sendung

Der prominenteste Bewohner der Hoheluft taucht endlich wieder auf der Mattscheibe auf: Dittsche. Und heute beginnt nicht nur eine neue Staffel, es gibt im WDR eine lange Dittsche Nacht, in der wir sogar seine Wohnung kennenlernen werden, wenn ich mir das auch nicht als sehr angenehm vorstelle, aber wer weiss, vielleicht hält er zu Hause ja doch genau so sehr auf Ordnung und Sauberkeit wie in Ingos Imbissstube. Ganz sicher werden die Wände und Decken der Wohnung ja nicht mit billiger Brom- und Cadmiumfarbe aus Korea gestrichen sein.

WDR Vorschau auf die lange Dittsche Nacht

Dort findet sich auch, um den Anschluß gleich wieder zu finden, die letzte Folge der Frühjahrsstaffel, in der unser Bürgermeistertitan Scholz eine Flasche Bier bestellt und bezahlt aber keinen Schluck daraus trinkt.
(Edit: Inzwischen ist die Vorschau auf die lange Dittsche Nacht  verschwunden und auch die Olaf-Scholz-Folge ist nicht mehr zu sehen, sondern es gibt immer die aktuelle Folge zum nochmal- oder überhauptgucken.)

So warten wir also gespannt auf Überraschungsgäste, neueste Erkenntnisse über Gott und die Welt, praktische Ideen und Erfindungen, fettummantelte Organe eines Imbisswirts sowie die Präsentation von wichtigen Utensilien der Raumfahrt.
Schade nur, dass erstens nicht der NDR den Mut hatte diese Weltsendung ins Programm zu nehmen und zweitens eine lange Dittsche Nacht als solche vielleicht gestern Nacht besser gewesen wäre. Viele müssen doch montags früh raus und wieder zur Arbeit – aber perlen wird es wohl auch mit weniger aber umso treueren Zuschaern – also Biddä.

Und sie zündeln und randalieren weiter

Das DFB-Pokal Spiel Borussia Dortmund gegen Dynamo Dresden konnte ich aus beruflichen Gründen nicht sehen, aber die Randalierer, die dieses Spiel zur Nebensache machten, haben ja leider viel Aufmerksamkeit erregt. Laut Spiegel Online sind im Dortmunder Stadion Sachschäden von 150.000 bis 200.000 € entstanden, die Borussia Dortmund nun versuchen wird von Dynamo Dresden einzuklagen, so BVB-Geschäftsführer Watzke. Das ist also Liebe zum Verein, wenn man diesen zum Opfer von Schadenersatzzahlungsklagen macht. Aber selbstverständlich finden sich in Online Fußballforen schon die ersten, die die Randalierer verteidigen und das chaotische Verhalten  bemänteln, wenn sie auch glücklicherweise in der Minderheit sind. Natürlich haben mal wieder Ordner und Polizisten provoziert…

Seit Beginn der neuen Saison und speziell an den letzten Spieltagen der Bundesliga hat sich das Abbrennen von Pyrotechnik zu einem echten Problem für die DFL und im DFB-Pokal für den DFB entwickelt. Und beide sind meiner Meinung nach nicht ganz unschuldig daran. Seit November 2010 gibt es eine Kampagne aus den Fankurven, genauer aus Kreisen der verschiedenen Ultra-Gruppierungen, um Pyrotechnik im Stadion zu legalisieren, angeblich weil Pyrotechnik schon immer zur Fankultur gehörte, was, nebenbei gesagt, schlicht gelogen ist, sofern man es auf Mittel- und Nordeuropa bezieht. DFL und DFB haben für mich viel zu unkritisch Verhandlungen mit den Anführern dieser Kampagne aufgenommen, ohne sicherzustellen, dass diese Kampagne hinreichend Einfluß in den Kurven hat und sich zu informieren, was deren Wortführer unter kontrolliertem Abbrennnen von Pyrotechnik verstehen, so erkläre ich mir zumindest, dass man überhaupt Gespräche mit den Ultras über dieses Thema begonnen hat. Für die Ultras ist das bloße Halten dieser sehr heißen Feuer in der Hand und mitten im Block  “verantwortungsvoll”, wenn sie auch jetzt, nach dem Ende der Gespräche,  neue Pyrotechnik erwähnen, die sich in einem Metallbehälter befindet. Kompetente Menschen, etwa ausgebildete Feuerwerker oder auch Firmen, die derartige Waren übers Internet anbieten, weisen jedoch auf einen für Ultras  zumindest schwammigen Begriff wie ‘Sicherheitsabstand’ hin und sprechen bzw schreiben davon, dass Bengalische Feuer unter keinen Umständen in der Hand gehalten werden sollen. Von seiten der Ultras wird das Unverantwortliche also als verantwortungsvoll hingestellt und so etwas kann die DFL auch beim besten Willen nicht erlauben und hat die Gespräche im Sommer abgebrochen, worauf die Ultras trotzig reagieren und weiter zumindest zündeln, wenn nicht gar, wie leider in Dortmund, mit Zündeln als Overtüre und anschließender Randale.

Die Kampagne hatte durchaus gute Lobbyarbeit geleistet und sogar einige ehemalige DDR-Oberligisten, inklusive Dynamo Dresden, und zwei  Vereine aus der alten Bundesrepublik, RW Essen und die Würzburger Kickers, die tatsächlich einmal in der 2.Liga Süd gespielt haben, als es diese noch gab, als Unterstützer gefunden. Es mag ja sein, dass sich junge Fußballfans dem Thema Pyrotechnik anders nähern als ich relativ alter Sack, aber dass diese Dinger lebensgefährlich sein können und noch immer gesetzlich verboten sind, wird mir von zu vielen Befürwortern einfach heruntergespielt oder ignoriert, vor allem natürlich von denen, die der Kampagne gar nicht erst beigetreten sind.  Ein  verantwortungsvolles Abbrennen kann nicht im Block in der Kurve stattfinden, es sei denn die Vereine seien wären bereit recht große Flächen als Sicherheitsabstand herzugeben und entweder entsprechende Einnahmeverluste zu akzeptieren oder die Preise für die Tickets heraufzusetzen, und was hätten diese menschenleeren “Pyrozonen” erst für eine stimmungsfördernde Wirkung. Praktikabel wäre ein verantwortungsbewußter Einsatz von Pyrotechnik also für mich eigentlich nur im Innenraum des Stadions vor dem Spiel und in der Halbzeitpause, oder, wenn ein Tor fällt, werden Feuerwerksraketen gezündet, etwa vom Rand des Tribünendaches, so ähnlich wie man es im US-Baseball nach einem Home Run des Heimteams sieht.  Allles andere ist für mich reine Illusion. Als eine der ersten Konsequenzen aus den Vorfällen in Dortmund hat sich der Verein Dynamo Dresden offiziell von dieser Kampagne losgesagt und die Unterstützung aufgekündigt.

 

Der Traum ist vorbei

Die Brewers haben also mit 2 – 4 Spielen gegen die Cardinals verloren und die Spielzeit ist vorüber. Das Ausscheiden gegen die Cards kam nicht überraschend, denn diese waren seit Anfang September in Top-Form und verfügen mit Manager La Russa über einen äußerst erfahrenen und ausgebufften Chef. Die Brewers hatten ihren Peak im Hochsommer und mit Ron Roenicke einen zwar bereits 55-jährigen Mann in der Managerposition, der ebenfalls sein Leben mit dem professionellen Baseball verbracht hat, aber eben in diesem Jahr zum ersten Mal verantwortlicher Manager bei einem MLB-Team war. Und dafür hat er sich prima geschlagen, sofort die eigene Division gewonnen, auch weil Roenicke Greinke und Marcum als Verstärkung der Pitcherrotation geholt hat, und immerhin eine Playoff Runde überstanden. Speziell gegen die Cards hat man dann jedoch gesehen, dass Roenicke von taktischer Finesse in der Postseason noch weit entfernt ist. Die umstrittene Entscheidung den formschwachen Shaun Marcum das 6. Spiel beginnen zu lassen, halte ich selbst gar nicht mal für den größten Fehler, denn einen gegen St.Louis auch nicht souveränen Gallardo nach verkürzter Pause werfen zu lassen, hätte selbst bei einem Sieg das “Problem” Marcum nur um einen Tag hinausgeschoben. Problematischer war sein phlegmatischer Managementstil in den Spielen  gegen die Cards, wo Entscheidungen zu oft erst dann getroffen wurden, als das Kind schon in den Brunnen gefallen war. Da hatte La Russa deutlich weniger Geduld mit seinen Pitchern und hat eben öfter nach nur ein paar Würfen erkannt, dass er den Pitcher schon wieder wechseln sollte. Das größte Rätsel war für mich die ständige Präsenz von Rickie Weeks an der Second Base, wo er wiederholt Bälle weder ordentlich gefangen hat noch rollende Bälle aufnehmen konnte. Corey Hart wurde nach einem Fehlgriff im Outfield sofort für ein Spiel auf die Bank gesetzt, genau wie Nayjer Morgan. Nun gut, Roenicke ist natürlich viel näher am Team und könnte etwas mehr vom Baseball verstehen als ich.

Wie geht es weiter ? Die Zukunft von Prince Fielder ist ungewiss, er wird nach der Saison Free Agent und hat bereits ein Vertragsangebot der Brewers ausgeschlagen. Man muss sehen,  wie das endet, sollte er gehen. Nach seiner Playoff Form könnte ich mir natürlich gut Albert Pujols von den Cards bei den Brewers vorstellen, der auch Free Agent wird, aber das wird wohl ein Wunschtraum bleiben. Hinter Pujols dürften die wirklich großen und finanzstarken Teams her sein. Auch wenn Fielder ein paar Pfund zu viel mit sich herumschleppen sollte, hat er bei den Brewers großes geleistet und ist bei seinem vermutlich letzten At Bat im Miller Park mit Standing Ovations von den Fans verabschiedet worden. Ansonsten bleibt die Mannschaft von wichtigen Abgängen  verschont, soweit ich das mitbekommen habe. Die Position des Short Stops ist nach der Vakanz auf Fielders First Base die größte Baustelle im Team. Sehen wir mal, was Roenicke da unternimmt.

Mir hat diese Saison mit dem freien Spiel auf MLB.com viel Spass gemacht, ich habe mit den Brewers ein Team ins Herz geschlossene, das vom Manager bis zu den allermeisten Spielern aus sympathischen Typen besteht und eben auf besondere Weise mit Deutschland verbunden ist und das tolle Fans hat.
Leider haben es ja auch die Detroit Tigers nicht in die World Series geschafft, daher “muss” ich nun das Finale ohne einen persönlichen Favoriten sehen, aber darin kann ja auch ein Reiz liegen.

Nachts

Unter anderem durch meine nächtlichen und ausgiebigen Baseball-Meditationen bin ich zu kaum etwas anderem an diesem Wochenende gekommen. Nur zum Rauchen, und da war heute abend plötzlich der Tabak zu Ende. Also musste ich mich auf den Weg zur Tankstelle in Steilshoop machen. Kamera habe ich mitgenommen:

NL Championship Series – Reisetag

 

Dank einer wahnsinnig guten, und zumindest von mir nicht erwarteten, Leistung von Pitcher Randy Wolf am Donnerstag, Ortszeit, haben die Brewers den zweiten Reisetag erreicht und stehen jetzt vor noch höchstens zwei Spielen im heimischen Miller Park, mit einem Rückstand von 2 – 3 Spielen. Und dieser Rückstand ist äußerst ärgerlich, patzten die Brewers doch im gerade beendeten fünften Spiel ( Endergebnis 1 – 7 ) gleich reihenweise und fabrizierten 4 Errors. Das ist eines MLB-Teams in der Postseason einfach nicht würdig, sorry. Zack Greinke war zwar nicht so gut wie Wolf einen Tag zuvor, hätte aber ohne die Errors von Hairstone, Betancourt und Weeks trotzdem eine akzeptable Bilanz vorweisen können, nein, er kann die sogar halbwegs vorweisen, hat er doch nur zwei Earned Runs aufgebrummt bekommen. Allerdings schaffte er kein einziges Strikeout. Relief Pitcher Marco Estrada setzte dem ganzen dann die Krone auf, als er an der First Base ein Pick Off ( Um Base Stealing zu erleichtern und insgesamt den zu laufenden Weg zu verkürzen, rücken die Runner oft schon vor dem Schlag ein paar Schritte vor (Lead). Wenn der Pitcher denkt, dass ein Runner es hierbei übertrieben hat, kann er den Ball statt zum Batter zum entsprechenden Baseman werfen (Pick Off); berührt dieser mit dem Ball im Handschuh den Runner, bevor der es zur Base zurück schafft, so ist der Runner out. / Quelle: Wikipedia) also ein Pick Off versuchte, den Ball aber soweit an Prince Fielder vorbeiwarf, dass der Base Runner der Cardinals nicht out war, auch nicht an der First Base gehalten wurde, sondern auf die Sécond Base vorrückte und später natürlich noch den Run schaffte. Leute, die für berufsmäßiges Werfen und Fangen ein Heidengeld erhalten, und dann so einen Mist anrichten – man kann es einfach nicht fassen.

Man kann nur hoffen, dass der bisher schwächelnde Shaun Marcum sich am Sonntag ein Beispiel an Randy Wolf nimmt, der in der ersten Play Off Runde gegen Arizona eine katastrophale Leistung zeigte und sich jetzt enorm steigerte und sogar ein Double als Schlagmann schaffte. Da ich hier ja vor Überparteilichkeit nur so strotze, verlinke ich den Sieg im ersten Spiel, weil ich mir wünsche, dass die Brewers die World Series erreichen, auch wenn ich den Cardinals leider noch einen  Sieg in Milwaukee zutraue, beide Teams sind sehr ausgeglichen. In diesem Kalenderjahr trafen sie in der Regular Season und in der Postseason bis heute 23mal aufeinander und es steht  12  -  11 für die Cardinals – noch – hoffentlich.

Zusammenfassendes Video des 1. Spiels

In der American League führen die Texas Rangers 3 – 2 gegen die Detroit Tigers und können zu Hause schon heute alles klar machen. Da hier die führende Mannschaft Heimrecht hat, sollten die Rangers das Finale erreichen, allerdings sind in dieser Serie zwei Spiele in die Verlängerung gegangen, beide am Ende mit Texas als Sieger.

Armes Barmbek ?

Heute konnte ich nicht mehr kurzärmelig durch die Stadt laufen. Kalt und ungemütlich war es. Da sich aber mal wieder eine lange Sitzung heute Abend und in der Nacht abzeichnet, wollte ich unbedingt raus an die frische Luft und den ein oder anderen Schritt laufen. So sieht es abseits der Fuhle aus in der Nachbarschaft:

Es geht weiter – gegen die Cardinals !

Herzschlagfinale in Milwaukee. Mit einer knappen Führung waren die Brewers gegen die Arizona Diamondbacks ins letzte Inning des entscheidenden Spiels gegangen und da wäre es um ein Haar zum Albtraum gekommen. Closer John Axford musste den Ausgleich hinnehmen. Auch dadurch zog sich das Spiel so in die Länge, dass ich die Entscheidung dann selbst sehen konnte. Axford warf ein glänzendes Extra-Halbinning. Es blieb beim Ausgleich. Und es war nicht der Tag der Closer, denn D`backs Gegenpart J.J. Putz erlaubte zunächst Carlos Gomez ein Single und ließ sich dann von Nyjer Morgan zusammen mit seinem Catcher Miguel Montero aus dem Konzept bringen. Ein angedeuteter Bunt, bei dem Morgan aber im letzten Moment den Schläger wegzog, und Montero bekam den Ball nicht zu fassen. Darauf lief Gomez auf die 2. Base. Sehr clever, Mr Morgan ! Und dann schlug Nyjer Morgan den Ball durch die Mitte ins Centerfield, was für Gomez ausreichte nach Hause zu kommen. Walk-Off Sieg ! Ich halte es für ein gutes Zeichen, dass der Brewers Sieg eben nicht von Braun oder Fielder herausgeschlagen wurde, sondern die RBIs an Jerry Hairston, Yuniesky Betancourt und eben Morgan gingen.

Morgans Single für den Sieg und die anschließende Jubelorgie als Video

Sensationell jedoch die St.Louis Cardinals, die es tatsächlich fertig brachten, die hohen Favoriten aus Philadelphia rauszukegeln. Bereits im 1. Inning, noch ohne Out für die Cards, fiel die Entscheidung, als zwei Double ein Triple von Furcal und ein Double von Schumaker den einzigen Run des Spiels und damit die frühe Entscheidung brachten. Herausragend Pitcher Chris Carpenter, der ein komplettes Spiel ohne Run mit nur drei Hits schaffte. Gratulation an ihn und die Cardinals. Beide Teams treffen jetzt in einer Best-Of-Seven Serie aufeinander, um den NL Champion unter sich auszumachen, der in den World Series auf jeden Fall im möglichen siebten Spiel das Heimrecht gegen den AL Champion hat. Und dieser heisst entweder Texas Rangers, die als einzige in nur vier Spielen die erste Play-Off Runde überstanden, oder Detroit Tigers, die  recht müde (vor allem was das Pitching betraf) New York Yankees rauswarfen.

 

 

Wie man es nicht machen sollte

Ich weiß die Begeisterung überschlägt sich, aber die Postseason in der MLB hat Freitag begonnen. In der American League stehen beide Duelle unentschieden, sowohl die New York Yankees als auch die Detroit Tigers haben in ihrem Aufeinandertreffen je einmal gesiegt, wobei das erste Spiel am Freitag wegen Regens abgebrochen und verschoben werden musste. Die Tampa Bay Rays haben nach ihrem unglaublichen Einzug in die Play Offs im ersten Spiel ihre ganze Euphorie rausgelassen und die Texas Rangers in deren Stadion förmlich überrollt. Allerdings gewannen die Rangers Spiel 2 der Serie.

In der National League deuten sich klare Verhältnisse an. Die Philadelphia Phillies haben das erste Match gegen die St.Louis Cardinals klar gewonnen und führen im Moment auch im zweiten deutlich und machen einen äußerst souveränen Eindruck. Ich wäre sehr überrascht, wenn sie nicht  in der Serie 2-0 führten, wenn ich am frühen Nachmittag nach dem Ergebnis sehe. Das Schönste kommt jetzt: Auch die Brewers haben ihre beiden Spiele gewonnen, und da die Serien Best Of Five sind, haben sie damit mehr als die halbe Miete und das entscheidende fünfte Spiel, wenn es nötig sein sollte, wieder im heimischen Miller Park, wo sie in dieser Saison eine Macht sind. Herausragend nach wie vor Fielder und Braun, der in beiden Spielen drei Hits bei vier Versuchen hatte. Das ist ein Postseason Batting Average von 75 %. Wow ! Und jetzt zeigt uns Einwechselwerfer Brad Ziegler von den Arizona Diamondbacks, was man in einem einzigen Inning so alles verkehrt machen kann:

Video des entscheidenden Innings im zweiten Spiel der Brewers

Zieglers Underperformance beginnt mit einem Balk, ein  Fehler, den nur ein Pitcher machen kann und den Base Runner in diesem Fall von der zweiten auf die dritte Base vorrücken läßt. Das ist die Sache mit dem abgebrochenen Wurf – nicht erlaubt. Dann hat er mit Vorliebe neben die Strike Zone, Balls, geworfen,  bei vier Balls gegen einen Schlagmann darf dieser für lau zur ersten Base. Base on Balls (BB) hat er zweimal zugelassen, den zweiten absichtlich als taktisches Mittel, aber gut. Dann haben wir Brewers Catcher Jonathan Lucroy, der mit einem Opfer-Bunt eigentlich gleich wieder den Heimweg antreten wollte, sich stattdessen aber auf der 2. Base (!) wiederfand, weil Ziegler als Pitcher (!) den Ball nicht an die Home Plate zu seinem Catcher brachte, was ein Field Error war. Bilanz: 1 Balk, 1 Error, 2 BBs, kein Strikeout – überhaupt kein Out als Ziegler auf dem Feld war, 3 Hits für den Gegner, 4 Earned Runs. Das ergibt einen Earned Run Average (ERA) von 108,00 (!), das ist ein hochgerechneter Wert, der angibt wieviel Runs die Brewers geschaft hätten, wenn Ziegler ein ganzes Spiel auf diesem Niveau geworfen hätte. Das nennt man wohl einen schwarzen Tag. Und wer sich mal wieder durch diese nervenzerfetzenden Darlegungen gelesen hat, verdient natürlich eine schöne und erfolgreiche Woche, immerhin beginnt sie ja für viele gleich mit einem Feiertag !

PS: Die Cardinals liegen nur noch 3-4 gegen die Phillies zurück. Daumen drücken ! Die Brewers sollten den Phillies lieber aus dem Weg gehen – dann könnte wirklich etwas drin sein in der Postseason.

PPS: Inzwischen 4-4 . :) Los, Cardinals, da geht noch was !

St.Georg – zwischen Steindamm und Lange Reihe

Das sonnige Sommerwetter musste natürlich genutzt werden. Im Auto ist man ja meistens recht schnell durch St.Georg durch. Zu Fuß braucht man schon seine Zeit, kann dafür aber auch da mitten durch laufen, wo die Straßen für Autos nicht mehr weiter führen. Das ist ja gerade in diesem Bereich St.Georgs keineswegs selten. Eigentlich wollte ich auch noch St.Georgs “Schokoladenseite” an der Außenalster mit reinnehmen, aber das war mir dann zu weit. Auch anderes, was man wohl unwiderruflich mit diesem Stadtteil in Verbindung bringt, fehlt… aber es ist ja noch nicht aller Tage Abend.